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Die neuen Perspektiven sind da!

Es sind spannende Zeiten, denn wir (zumindest viele von uns) leben in zwei Welten: einer analogen und einer digitalen Welt. Wie wäre das Leben ohne Internet? Undenkbar! Recherchieren, Nachlesen, Posten, Kommentieren... als das ist für die meisten Alltag. Doch was ist, wenn es um „schwierige Themen" geht? Die aktuelle Ausgabe der Perspektiven beleuchtet das Thema „Krebs im Netz” von verschiedenen Seiten. Dabei haben wir uns die Fragen gestellt: Was bietet das Netz? Was suchen die Menschen und warum geben Betroffene so viel von sich preis? Die Zahl der Krebs-Blogs hat in den letzten Jahren enorm zugenommen. Menschen geben schonungslose Einblicke in ihr Leben mit Krebs. Was ist ihre Motivation? Was macht sie stark?

Auch die Krebsgesellschaft NRW ist im Netz sehr aktiv - mit unterschiedlichen Websites und „Social Media-Aktivitäten“. Lesen Sie all dies in den neuen "Perspektiven". Das Jahresmagazin kann auch als Printausgabe bei der Krebsgesellschaft NRW bestellt werden.

Neues Beratungsangebot für Paare bei Krebs

QUELLE: FOTOLIA

Zusammen ist man weniger allein! Das trifft auch auf die Extremsituation zu, wenn innerhalb einer Beziehung ein Partner an Krebs erkrankt. Der nicht erkrankte Partner gibt Halt, teilt die Sorgen und übernimmt nicht selten viele Alltagsaufgaben. Eine stabile Beziehung kann sich positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken. Aber was ist, wenn nicht alles glatt läuft und die Beziehung aus dem Gleichgewicht gerät? In dieser Situation kann es hilfreich sein, das Problem offen anzugehen und auch fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Eine solche Unterstützung bietet nun ein gemeinsames Projekt des Universitätstumorzentrums Düsseldorf (UTZ) und der Krebsgesellschaft NRW. Im Rahmen einer Studie können Partner bzw. Paare ein speziell auf sie zugeschnittenes Beratungsangebot in Anspruch nehmen.

Die Beratungen werden von einer Psychoonkologin geleitet und sind vertraulich und kostenfrei.Ziel des neuen Beratungsangebots ist eine Verbesserung der partnerschaftlichen Unterstützung bei Krebs. Dabei rückt der nicht erkrankte Partner vermehrt in den Fokus. „Es zeigt sich, dass Angehörige oftmals genauso stark belastet sind, wie die Erkrankten selbst. Dennoch stellen diese ihre Sorgen und Bedürfnisse meist gänzlich in den Hintergrund. Das ist eine normale Reaktion und kann auch erstmal funktionieren“, berichtet die Psychoonkologin Anna Arning, die das Projekt von Seiten der Krebsgesellschaft NRW betreut. „Wenn die Belastung jedoch zu groß wird, können die körperlichen, psychischen, sozialen oder auch wirtschaftlichen Folgen sehr massiv sein. Viele Paare zerbrechen dann daran. Dem wollen wir vorbeugen“, so Arning.Die Beratungsgespräche im Rahmen des Projekts werden entweder mit dem nicht erkrankten Partner allein oder mit dem Paar geführt. „Unser Ziel ist es, die Paare bei der Krankheitsbewältigung aktiv zu unterstützen, die Kommunikation in der Beziehung zu verbessern und die Lebensqualität wieder zu steigern“, erklärt André Karger, Oberarzt am Klinischen Institut für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und Leiter des Bereichs Psychoonkologie am UTZ. „Um dies zu erreichen, wollen wir erst einmal dazu motivieren, die Belastungen offen auszusprechen. Bereits hier herrscht in vielen Beziehungen bewusstes Schweigen oder die Partner sind einfach hilflos im Umgang miteinander angesichts der Schwere der Erkrankung“, so Karger.

Das neue Angebot soll den Düsseldorfer Bürgern unmittelbar und praktisch orientiert zu Gute kommen, es soll aber auch die Wissenschaft voranbringen. In Form einer Studie angelegt, sollen Erkenntnisse darüber gewonnen werden, inwiefern eine frühzeitige psychoonkologische Unterstützung Einfluss auf die Stabilität der Paarbeziehung und die gemeinsame Bewältigung der Krebserkrankung hat. Untersucht wird auch, inwiefern sich paarbezogenen Beratungen von Einzelberatungen des nicht erkrankten Partners im Ergebnis unterscheiden. Paare, die sich gegen eine Teilnahme an der Studie entscheiden, sich dennoch beraten lassen möchten, können das bestehende psychosoziale Beratungsangebot der Psychoonkologischen Ambulanz am Universitätstumorzentrum oder der Krebsberatung Düsseldorf in Anspruch nehmen.

Kontakt & Anmeldung zur Beratung
Universitätstumorzentrum Düsseldorf
Klinisches Institut für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Bozena Sowa, Psychoonkologin
Tel. 02 11 81 / 08 296
GemeinsamStarkSein@med.uni-duesseldorf.de

Die Beratungen finden statt in der Krebsberatung Düsseldorf
Fleher Straße 1
40223 Düsseldorf (Bilk)
Tel. 02 11 / 30 20 17-57
www.krebsberatungduesseldorf.de
info@krebsberatungduesseldorf.de

Masterplan-Untersuchung zur "Therapie des kolorektalen Karzinoms in zertifizierten Darmkrebszentren"

QUELLE: FOTOLIA

Die Ergebnisse einer Untersuchung mit dem Arbeitstitel „Datenabfrage ColonCA - Vergleich Zentren-Nicht-Zentren“, die noch im Rahmen des Masterplans II unter der Ägide von Prof. Dr. Heribert Jürgens durchgeführt wurde, konnte nun im Magazin der „Der Onkologe“ (12/2106) publiziert werden. Zum Inhalt: In 2014 wurden in NRW 41 Prozent aller Darmkrebspatienten in zertifizierten Zentren behandelt – mit steigender Tendenz. Zwar gibt es hinsichtlich der Therapieergebnisse eine positive Entwicklung bei Surrogatparametern in zertifizierten Darmkrebszentren, unklar blieb bisher jedoch der Einfluss einer Zentrumszertifizierung auf das Gesamtüberleben. Es wurde eine nichtinterventionelle retrospektive Beobachtungsstudie exemplarisch mit Routinedaten der Krankenkasse AOK Nordwest durchgeführt, die um Daten des Epidemiologischen Krebsregisters NRW ergänzt wurden. Hinsichtlich des Gesamtüberlebens konnte mit der beschriebenen Methodik beim Vergleich von zertifizierten gegen nichtzertifizierte Zentren kein signifikanter Unterschied gezeigt werden.

Der Onkologe, DOI 10.1007/s00761-016-0126-1