Gründung

Nach dem Pilotprojekt von 2012 bis 2014 wurde 2015 der "Qualitätsverbund Krebsberatung NRW" gegründet, um die bereits geleistete Arbeit fortzuführen und auszuweiten.

Im Folgenden finden Sie die zur Gründung des Verbundes erschienene Pressemitteilung und das Programm und die Vorträge der Auftaktveranstaltung.

Nach dem Pilotprojekt von 2012 bis 2014 wurde 2015 der "Qualitätsverbund Krebsberatung NRW" gegründet, um die bereits geleistete Arbeit fortzuführen und auszuweiten.

Im Folgenden finden Sie die zur Gründung des Verbundes erschienene Pressemitteilung und das Programm und die Vorträge der Auftaktveranstaltung.

Auftaktveranstaltung des Qualitätsverbundes Krebsberatung NRW

Pressemitteilung vom 01.03.2015

Neuer Verbund will Qualitätsentwicklung in der NRW-Krebsberatung voranbringen

Qualität ist in aller Munde – ist sie doch ein wichtiges Auswahlkriterium, nicht nur bei Produkten des alltäglichen Gebrauchs, sondern unerlässlich und viel diskutiert auch im Gesundheitswesen. Patienten und Angehörige wollen sicher sein, dass sie nach neuesten wissenschaftlichen Standards und in verlässlichen Strukturen behandelt werden. In besonderer Weise gilt dies für Krebspatienten, die aufgrund der Schwere ihrer Erkrankung häufig mit starken psychischen Belastungen zurechtkommen müssen. Ambulante, psychosoziale Krebsberatungsstellen bieten hier Unterstützung und Hilfe an. Doch woher weiß der Patient oder der ratsuchende Angehörige, was genau sich hinter dem jeweiligen Angebot verbirgt? Wie ist sichergestellt, dass er in der von ihm aufgesuchten Beratungsstelle ausschließlich von qualifiziertem Fachpersonal betreut wird, dass die Beratungen fachgerecht erfolgen und die gebotenen Unterstützungsmöglichkeiten von gesicherten Informationen flankiert sind? Zudem ist ein seriöses, transparentes Netzwerk erforderlich, um den Ratsuchenden ggfls.an geeignete andere Stellen weiterzuleiten. Um all dies zu gewährleisten sind ein einheitliches Qualitätskonzept und vergleichbare Informationen zu den Beratungsleistungen erforderlich.

Im neu formierten „Qualitätsverbund Krebsberatung“ unter dem Dach der Krebsgesellschaft NRW soll dies nun realisiert werden. In Kooperation mit bislang acht Krebsberatungsstellen des Landes und unter wissenschaftlicher Begleitung durch den „Schwerpunkt: Psychoonkologische Versorgungsforschung“ der Klinik I für Innere Medizin an der Universitätsklinik Köln, entsteht derzeit eine langfristig angelegte Plattform für Qualitätssicherung in der ambulanten, psychosozialen Krebsberatung. Über eine gemeinsame, einheitliche Dokumentation wird es erstmals möglich, der Öffentlichkeit neben lokalen auch überregionale bzw. landesweite Berichte über die Qualität der psychosozialen Beratung zur Verfügung zu stellen. Informationen zur versorgten Klientel und zu den vorherrschenden Belastungen gehören genauso dazu wie die Darlegung des Angebotsspektrums und der insgesamt erfolgten Beratungsleistungen. Die gemeinsame Erarbeitung und Umsetzung von Qualitätsstandards sowie die Beantwortung praxisrelevanter Fragestellungen der Versorgungsforschung werden weitere Schwerpunkte der Arbeit im Verbund sein. Ziel ist es, die Qualität der geleisteten Arbeit für Patienten, Angehörige, aber auch für Zuweiser und potenzielle Kostenträger transparent und nachvollziehbar zu machen. Damit auch hier wie anderswo gilt: Qualität geht vor!

Hintergrund:
Ambulante psychosoziale Krebsberatung gilt zunehmend als unverzichtbarer Bestanteil der Versorgung von Krebspatienten. Während in der Klinik lediglich die Erkrankten betreut werden, können in der Krebsberatung auch die oftmals hoch belasteten Angehörigen einbezogen werden. In Nordrhein-Westfalen gibt es derzeit etwa 25 ambulante Krebsberatungsstellen in unterschiedlicher Trägerschaft. Für die Ratsuchenden sind die Beratungen kostenlos und vertraulich. Die Finanzierung des Angebotes ist bislang nicht über die gesetzlichen Kostenträger (Krankenkassen, Rentenversicherungen) gewährleistet, sondern muss in der Regel über Mischfinanzierungskonzepte mit einem hohen Spendenanteil geleistet werden. Um das Angebot ambulanter Krebsberatung zu sichern, ist eine Regelfinanzierung anzustreben. Einheitliche Qualitätsstandards wie sie im Qualitätsverbund etabliert werden sollen, bilden hierfür eine wichtige Grundlage.

Am Aufbau des Qualitätsverbundes sind folgende Krebsberatungsstellen beteiligt:

  • Beratungsstelle für Krebsbetroffene, Bochum
  • Krebsberatung für Erkrankte und Angehörige, Düsseldorf
  • Krebsberatung für Betroffene, Angehörige und Interessierte, Parisozial, Essen
  • Krebsberatungsstelle des Kreises Herford, Herford
  • Haus LebensWert e.V., Köln
  • Krebsberatungsstelle des Tumor-Netzwerk im Münsterland e.V., Münster
  • Psychosoziale Krebsberatungsstelle e.V., Wuppertal


Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch den Schwerpunkt: Psychoonkologische Versorgungsforschung der Klinik I für Innere Medizin am Universitätsklinikum Köln, angesiedelt im Verein Lebenswert e.V.

Neuer Verbund will Qualitätsentwicklung in der NRW-Krebsberatung voranbringen

Qualität ist in aller Munde – ist sie doch ein wichtiges Auswahlkriterium, nicht nur bei Produkten des alltäglichen Gebrauchs, sondern unerlässlich und viel diskutiert auch im Gesundheitswesen. Patienten und Angehörige wollen sicher sein, dass sie nach neuesten wissenschaftlichen Standards und in verlässlichen Strukturen behandelt werden. In besonderer Weise gilt dies für Krebspatienten, die aufgrund der Schwere ihrer Erkrankung häufig mit starken psychischen Belastungen zurechtkommen müssen. Ambulante, psychosoziale Krebsberatungsstellen bieten hier Unterstützung und Hilfe an. Doch woher weiß der Patient oder der ratsuchende Angehörige, was genau sich hinter dem jeweiligen Angebot verbirgt? Wie ist sichergestellt, dass er in der von ihm aufgesuchten Beratungsstelle ausschließlich von qualifiziertem Fachpersonal betreut wird, dass die Beratungen fachgerecht erfolgen und die gebotenen Unterstützungsmöglichkeiten von gesicherten Informationen flankiert sind? Zudem ist ein seriöses, transparentes Netzwerk erforderlich, um den Ratsuchenden ggfls.an geeignete andere Stellen weiterzuleiten. Um all dies zu gewährleisten sind ein einheitliches Qualitätskonzept und vergleichbare Informationen zu den Beratungsleistungen erforderlich.

Im neu formierten „Qualitätsverbund Krebsberatung“ unter dem Dach der Krebsgesellschaft NRW soll dies nun realisiert werden. In Kooperation mit bislang acht Krebsberatungsstellen des Landes und unter wissenschaftlicher Begleitung durch den „Schwerpunkt: Psychoonkologische Versorgungsforschung“ der Klinik I für Innere Medizin an der Universitätsklinik Köln, entsteht derzeit eine langfristig angelegte Plattform für Qualitätssicherung in der ambulanten, psychosozialen Krebsberatung. Über eine gemeinsame, einheitliche Dokumentation wird es erstmals möglich, der Öffentlichkeit neben lokalen auch überregionale bzw. landesweite Berichte über die Qualität der psychosozialen Beratung zur Verfügung zu stellen. Informationen zur versorgten Klientel und zu den vorherrschenden Belastungen gehören genauso dazu wie die Darlegung des Angebotsspektrums und der insgesamt erfolgten Beratungsleistungen. Die gemeinsame Erarbeitung und Umsetzung von Qualitätsstandards sowie die Beantwortung praxisrelevanter Fragestellungen der Versorgungsforschung werden weitere Schwerpunkte der Arbeit im Verbund sein. Ziel ist es, die Qualität der geleisteten Arbeit für Patienten, Angehörige, aber auch für Zuweiser und potenzielle Kostenträger transparent und nachvollziehbar zu machen. Damit auch hier wie anderswo gilt: Qualität geht vor!

Hintergrund:
Ambulante psychosoziale Krebsberatung gilt zunehmend als unverzichtbarer Bestanteil der Versorgung von Krebspatienten. Während in der Klinik lediglich die Erkrankten betreut werden, können in der Krebsberatung auch die oftmals hoch belasteten Angehörigen einbezogen werden. In Nordrhein-Westfalen gibt es derzeit etwa 25 ambulante Krebsberatungsstellen in unterschiedlicher Trägerschaft. Für die Ratsuchenden sind die Beratungen kostenlos und vertraulich. Die Finanzierung des Angebotes ist bislang nicht über die gesetzlichen Kostenträger (Krankenkassen, Rentenversicherungen) gewährleistet, sondern muss in der Regel über Mischfinanzierungskonzepte mit einem hohen Spendenanteil geleistet werden. Um das Angebot ambulanter Krebsberatung zu sichern, ist eine Regelfinanzierung anzustreben. Einheitliche Qualitätsstandards wie sie im Qualitätsverbund etabliert werden sollen, bilden hierfür eine wichtige Grundlage.

Am Aufbau des Qualitätsverbundes sind folgende Krebsberatungsstellen beteiligt:

  • Beratungsstelle für Krebsbetroffene, Bochum
  • Krebsberatung für Erkrankte und Angehörige, Düsseldorf
  • Krebsberatung für Betroffene, Angehörige und Interessierte, Parisozial, Essen
  • Krebsberatungsstelle des Kreises Herford, Herford
  • Haus LebensWert e.V., Köln
  • Krebsberatungsstelle des Tumor-Netzwerk im Münsterland e.V., Münster
  • Psychosoziale Krebsberatungsstelle e.V., Wuppertal


Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch den Schwerpunkt: Psychoonkologische Versorgungsforschung der Klinik I für Innere Medizin am Universitätsklinikum Köln, angesiedelt im Verein Lebenswert e.V.